BioNTech in Stuttgart - Infos & Termine

Der Impfstoff “Comirnaty” des Herstellers BioNTech / Pfizer. Hier gibt’s die Infos & Terminbuchung im Impfzentrum Schleyerhalle Stuttgart.

Was ist Comirnaty von BioNTech / Pfizer?

Comirnaty (vorher: BNT162b2) ist ein sogenannter mRNA-basierter Impfstoff (mRNA = Messenger-Ribonukleinsäure). Die mRNA enthält den „Bauplan“ (Abschrift eines Gens) für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavirus SARS-CoV-2 . Durch die Impfung gelangt dieser Bauplan über winzige Fettpartikel (Fett-Nanokörperchen) in die Körperzellen. Sie stellen dann für eine kurze Zeit das Corona-Protein (Spike-Protein) her, dann wird der Bauplan in den Zellen abgebaut. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper und T-Zellen) gegen das fremde Protein zu bilden. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit diesem Coronavirus kommt, wird dieser schnell durch das Immunsystem erkannt und gezielt bekämpft. Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren.

Wer darf die Impfung erhalten? 

Die EU-Kommission hat den Impfstoff Comirnaty am 21. Dezember 2020 in der europäischen Union für Personen ab 16 Jahren zugelassen.

Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren hat Comirnaty (Biontech/Pfizer) seit Mai 2021 eine Zulassung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 Kindern zwischen 5 und 11 Jahren in eine für Kinder angepassten Dosis, die

  • Vorerkrankungen haben oder
  • Kontakt mit Menschen haben, die sich nicht selbst ausreichend durch eine Impfung schützen können.

Darüber hinaus können sich aber auch alle anderen Kinder in dieser Altersgruppe impfen lassen, sofern die Kinder und ihre Eltern dies wünschen.

Anfangs hieß der Impfstoff BNT162b2. Im Rahmen der Zulassung hat der Impfstoff auch einen neuen Namen erhalten: Die mRNA, sozusagen der Wirkstoff, wurde “Tozinameran” genannt, der Handelsname des Impfstoffs lautet “Comirnaty”.

Impfschema:

Comirnaty wird in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es sind zunächst zwei Spritzen erforderlich: Die zweite Impfdosis wird 3 bis 6 Wochen nach der ersten gegeben. Nach weiteren 3 Monaten wird eine 1. Auffrischimpfung empfohlen. Für ältere Personen über 70 Jahren wird drei Monate nach der 1. Auffrischungsimpfung die 2. Auffrischungsimpfung empfohlen. Die 2. Auffrischungsimpfung dürfen auch Personen, die in der Pflege arbeiten, nach sechs Monaten Abstand zur 1. Auffrischungsimpfung erhalten.

Impfschutz:

Die vollständige Impfserie mit Comirnaty verringerte die Zahl der Erkrankungen mit Covid-19 um rund 91%. In der Placebo-Gruppe erkrankten 403 von 10.000 Personen, in der Impfstoff-Gruppe nur 37 von 10.000. Zum Vergleich: Die Wirksamkeit bei Grippe-Impfstoffen liegt nur bei durchschnittlich 60%. In den ersten Monaten nach der Impfung bleibt der Impfschutz stabil. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der Impfschutz nach einer Zeit nachlässt, wie bei den anderen Impfstoffen auch.

Es wurde auch untersucht, ob eine Impfung mit Comirnaty schwere Krankheitsverläufe vermeiden kann. Eine schwere Covid-19-Erkrankung hieß unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder starb an Covid-19.

Das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken, sank durch die Impfung mit Comirnaty deutlich (um etwa 96 %).

Schutz gegen Virusvarianten:

In verschiedenen Ländern und Regionen treten Varianten des Corona-Virus auf. Diese Varianten unterscheiden sich zum Beispiel durch Mutationen des S-Proteins voneinander. Sie werden wissenschaftlich untersucht, unter anderem um festzustellen, ob sie leichter von Mensch zu Mensch übertragbar sind und wie gut die vorhandenen Impfstoffe schützen.

Die bisherigen Studien zeigen, dass der Impfstoff Comirnaty auch vor “Delta” und “Omikron” schützt. Gegen die Omikron-Variante lässt die Schutzwirkung nach etwa drei Monaten aber deutlich nach, lässt sich aber durch eine 3. Impfung (“Booster”) auffrischen.

Nebenwirkungen:

Leichte bis mäßige Nebenwirkungen nach Impfungen sind normal und gut, denn so zeigt der Körper, dass er auf den Impfstoff reagiert. Diese beschränken sich bisher laut Studie auf Symptome wie Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Erschöpfung.

Bei etwas weniger als 1 % der Teilnehmenden kam es durch die Impfung zu einer meist harmlosen Schwellung der Lymphknoten.

Nach der Zulassung traten bei bestimmten Personengruppen nach einer mRNA-Impfung (Moderna oder Comirnaty) vermehrt Fälle einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder einer Herzbeutelentzündung (Perikarditis) auf. Das Paul-Ehrlich-Institut und andere Arzneimittelbehörden haben festgestellt, dass diese Erkrankungen gehäuft bei männlichen Jugendlichen und jungen männlichen Erwachsenen auftreten – meist innerhalb weniger Tage nach der zweiten mRNA-Impfung. In den USA traten sie bei etwa 6 von 100.000 Jungen und Männern zwischen 12 und 24 Jahren auf. Bei Mädchen und Frauen im selben Alter waren es weniger als 1 von 100.000 Fälle.

Wenn in den ersten Wochen nach der Impfung folgende Symptome auftreten, sollte schnell eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden:

  • Brustschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Ungewöhnliches Herzklopfen oder Herzrasen

In der Zulassungsstudie trat bei sehr wenigen geimpften Menschen (0,02 %) eine Lähmung des Gesichtsnervs auf, auch Fazialisparese genannt. Im Laufe der Impfkampagne nach der Zulassung traten bislang nicht mehr Fälle von Fazialisparesen auf als vor Einführung der Impfung. Deshalb können die Arzneibehörden keinen Zusammenhang mit dem Impfstoff feststellen.

Bei weniger als 1 von 100.000 Impfungen treten allergische Sofortreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) auf, die in der Regel ohne Folgen bleiben. Die Arzneimittelbehörden beobachten und prüfen solche Fälle weiter gründlich.

Terminbuchung:

Beim Impfzentrum Schleyerhalle können Interessenten nun Termine für eine Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer buchen.

Terminbuchung für die BioNTech-Impfung

Weiterführende Links & Quellen

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